Landtagspräsident Kuper reist mit Jugendlichen nach Auschwitz

André Kuper besucht das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Zusammen mit drei Jugendgruppen erinnert der Landtagspräsident an die Verbrechen der Nationalsozialisten und den Holocaust.

Anlass der dreitägigen Reise ist das 40-jährige Bestehen der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz. Vor Ort trifft Kuper auf junge Menschen aus Deutschland und Polen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Die Jugendlichen nehmen an einem gemeinsamen Menschenrechtsprojekt teil.

„Es ist unsere Pflicht, unsere Geschichte zu bewahren – nicht nur als Erinnerung an das Vergangene, sondern als Mahnung für unsere Zukunft“ betonte Kuper vor der Abreise. Er hob hervor, dass Verbrechen nicht erst in den Vernichtungslagern begannen. Sie fingen mit Ausgrenzung, der Verächtlichmachung von Menschen und dem schrittweisen Abbau der Demokratie an.

Ein zweiter Schwerpunkt der Reise sind mehr als 600 persönliche Dokumente von Holocaust-Opfern. Dazu gehören Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld.

In Auschwitz informiert sich Kuper über die Bedeutung dieser Originale für die Erforschung des Holocaust. Die Schriftstücke zeigen das Leid der Opfer und den Hass der Täter. Für Kuper steht fest: „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gefahren der Gegenwart für Frieden und Freiheit erkennen.“